-->

Mein Haus, meine Tankstelle!

Effizienzhaus-Plus

Ein Haus, das mehr Strom erzeugt, als es verbraucht und die überschüssige Energie für das eigene Elektroauto speichert – das ist die Idee, die hinter dem Effizienzhaus Plus in Berlin steht.

Die Energie, die das Haus erzeugt, wird entweder ins Stromnetz eingespeist oder in Hochleistungsbatterien gespeichert. An diesen Energiespeichern tanken dann Elektrofahrzeuge wie Auto, Motorrad oder Fahrrad bei Bedarf auf.

Das Energiemanagementsystem des Gebäudes schätzt mittels Wettervorhersagen die selbst erzeugte Energiemenge und den Energieverbrauch im Haus ab und entscheidet anschließend über den Einsatz des Batteriespeichers. Das verbessert die Eigennutzung des selbst erzeugten Stroms. Die Pläne für das Gebäude stammen von Prof. Werner Sobek und dem Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart. Dieses Team war als Sieger aus einem bundesweiten Wettbewerb für das Effizienzhaus Plus hervorgegangen.

 Testen im Wohnalltag

Anfang Dezember wurde das Haus eröffnet und nach einem vierteljährigen wissenschaftlichen Probelauf soll bald eine Testfamilie einziehen. Im März werden die Bewohner, eine junge vierköpfige Familie, anrücken und für 15 Monate im Berliner Effizienzhaus Plus leben.

Von diesen Erfahrungen versprechen sich die Projektträger Bundesverkehrsministerium, Fraunhofer-Gesellschaft und das Berliner Institut für Sozialforschung viele lebensnahe Erkenntnisse zu Batterietechnik, Wohnen und Elektromobilität sowie deren Verknüpfung.

Bilder: Ulrich Schwarz/BMVBS

Teile diesen Artikel


Schreibe den ersten Kommentar