In ihrem Entwurf für ein Haus, möglichst nur aus Naturmaterialien und Recyclingstoffen, nutzten die Architekten des Büros Leger Wanaselja unter anderem Pappelrinde und ausgediente Autodächer.
Ein schäbiges Haus aus alten Autos? Nein, die Bewohner des Gebäudes im kalifornischen Berkeley leben nicht etwa in einer Büchse aus rostigem Altblech. Aufbereitete Autoteile stecken nur im Obergeschoss. Hier verwendeten die Architekten nämlich Dachpartien von über 100 alten amerikanischen Straßenkreuzern.
Umfassendes Recycling ist fester Bestandteil eines jeden Projekts der Architekten im Büro Leger Wanaselja. Ziel dabei: Möglichst ressourcenschonend bauen, am besten mit Materialien, die unweit des jeweiligen Baugrundstücks zu finden sind – wie eben die alten Chevys, die man auf amerikanischen Autofriedhöfen zuhauf sieht.
Ebenfalls in Hülle und Fülle vorhanden und hier integriert sind Nebenprodukte der Möbelindustrie. Für das Haus in Berkeley verwendete man zum Beispiel die Rinde von Pappeln zur Fassadengestaltung. Das schöne Material landet bei der Möbelherstellung normalerweise ungenutzt auf dem Müll, unterstützt hier aber die natürliche Optik. Hinter der Pappel-Hülle steckt eine Zellulosedämmung, welche die Holzrahmenkonstruktion des Hauses isoliert.
Auch drinnen im Wohnraum findet man viel Holz sowie Räume, bei denen die Architekten großen Wert auf eine gute Ausleuchtung mit Sonnenlicht legten. Dazu passend, setzt das Gebäude in Berkeley auf Solartechnik zur Warmwasserbereitung.
Bilder: Leger Wanaselja






